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Fragen und Antworten

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liebe marion ich finde auf deiner facebookseite nicht die 4 phasen der angst
Antwort von Marion Bohn:

Die Angst hat mich im Griff

Die Angst ist wie ein Orkan der mit System und ganz effektiv alles vernichtet was ihm in den Weg kommt. Sie fegt über uns hinweg und reißt alles ein, was uns oberflächlich gesehen doch so wichtig im Leben war. Unsere Eckpfeiler auf denen wir unser Leben errichtet haben, liegen plötzlich in kleinen Stücken vor uns. Jeder Funke Selbstbewußtsein, Stolz und Mut sind zerstört. Da ist nichts mehr was uns als Halt und Stütze dienen kann. Zurück bleibt ein Trümmerhaufen, stimmts? Ich weiß so denken wir alle wenn uns diese Wucht der Angstgefühle trifft und wir erstmal hilflos zusehen müssen, wie unser Leben, nein eigentlich WIR zerstört werden.

Hier genau beginnt der erste Denkfehler und oft der Auslöser in der Opferrolle gefangen zu bleiben.  Wenn man durch die Trümmer einer Katastrophe geht, findet man immer auch ein kleines zartes Pflänzchen, dass trotz der Zerstörung um es herum, einfach weiterwächst und ruhig da steht, als wäre nichts passiert. Selbst in steiniger Umgebung findet man Pflanzen die allen Widrigkeiten zu trotzen scheinen. Genauso ist es auch mit uns Angstlöwen, dieser kleine zarte Kern lebt irgendwo in dir und  und will gepflegt und vorallem gefunden werden. Was wir aber oft machen, ist wir versuchen aus den Trümmern wieder ein Haus zu bauen, das am besten genauso aussieht wie das Alte. Wir erkennen nicht das diese Zerstörung auch die Chance in sich trägt nochmal ganz von vorne zu beginnen und letztendlich ein Haus zu bauen, das wirklich zu uns passt und uns glücklich macht. Wenn man die alten Trümmerteile wieder zusammenbauen will, dann wird das immer instabil sein und die Gefahr einer weiteren Zerstörung sitzt immer im Nacken. Das ist nicht der Weg. Um neue, richtige Bausteine zu finden muss man sich allerdings erstmal die alten >Trümmer ansehen, erkennen was daran zur Zerstörung geführt hat um bei der Auswahl der neuen Bausteine klüger und weiser vorzugehen.

Was genau ist der Grund dieser Zerstörung, welche Bausteine tragen dazu bei? Um den richtigen Weg aus der Angststörung zu gehen, muss man verstehen, was eigentlich genau passiert ist und wie es zu diesem wirklich effektiven Zerstörungsorkan kam.

Stellt euch vor, wir kommen auf die Welt als kleine Pflanze, die noch keine Begrenzungen, keine Abhängigkeiten oder Spielregeln auf dieser Welt kennt. Unser ICH in seiner reinsten Form wird geboren. Dieses unser Wahres ICH beinhaltet alles was uns als Wesen ausmacht. Jeder ist einzigartig und kein ICH der Welt gleicht dem Anderen. Dem gegenüber steht allerdings das Zusammenleben vieler ICHS, dass geordnet sein muss, um zu funktionieren. Sprich Regeln und Anordnungen müssen her. Wir werden in diese Welt geboren und beginnen relativ schnell, die Spielregeln zu lernen. Wenn ich mich so verhalte, bringt das Lob ein, wenn ich mich anders verhalte, ernte ich Kritik usw. Das führt natürlich auch dazu, dass wir jegliches negative Gefühl unterdrücken, weil es nicht sozial erwünscht ist. Schon unseren Kindern bringen wir bei, dass Mama und Papa es toll finden wenn sie lieb sind. Zorn, Wut und Tränen sind nicht gefragt. Jetzt haben wir aber alle diese Gefühle, sprich wir sind dazu in der Lage sie zu fühlen und das muss doch einen Grund haben. Die Natur ist so perfekt in ihrem Ablauf und unser Körper ein Meisterwerk, also warum können wir Hass, Wut, Zorn und Enttäuschung fühlen wenn sie augenscheinlich sinnlos sind?

Wir schlucken, verstecken und verdrängen all diese Gefühle und irgendwann bricht der Staudamm der Seele unter der Last zusammen und diese ganzen Gefühle kommen in dieser Riesenwucht namens „Angst bzw Panikattacke“ ans Licht.

Warum lassen wir das zu?

Unser Bestreben (zumindest bei den meisten Menschen) ist es immer sich eine Art Sicherheitszone aufzubauen. Z.B. ein soziales Netzwerk, Familie oder berufliche Karrieren. So weit so gut, wenn da nicht oft das Problem wäre, dass unser ICH unter all diesen Regeln und Anforderungen von Außen, immer mehr in die hinterste Ecke gedrängt werden würde. Ab und an macht es sich mal bemerkbar und wir spüren es dann, wenn wir etwas tun was zu hundert Prozent unserem wahren ICH entspricht und es uns mit einem sauguten Gefühl belohnt. Manchen Menschen gelingt es ihr Leben so zu leben, wie es ihrem ICH entspricht. Den meisten allerdings nicht! Warum? Eigentlich könnte man ja denken, dass jeder immer so leben will, wie es sich gut anfühlt, oder? Nun das Problem ist dass wir wie gesagt, dieses Sicherheitsdenken haben. Solange wir uns wie die Masse verhalten sind wir dort aufgehoben und augenscheinlich in Sicherheit. Die Masse trägt uns mit, sie fällt Entscheidungen für uns, sie übernimmt Verantwortung und dafür zahlt man eben einen Preis. Auffallen, etwas gegen das „normale, übliche“ zu tun erfordert auch sehr viel „Standing“, sich gegen vieles zu behaupten, seinen Weg zu gehen, egal ob einem jemand folgt oder nicht. Sich der Gefahr aussetzen, alleine zu sein, keine Verantwortung abwälzen können und vorallem sich der Kritik zu stellen. Das ist uns oft zu unbequem, zu schwierig und auch zu arbeitsintensiv. Denkt doch nur mal darüber nach, wie wir Menschen in unserem Sprachgebrauch oft nennen, die nicht mit den Wölfen heulen, da heißt es dann Eigenbrötler, komischer Kauz usw, Und doch ist da unser ICH, dass uns einfach nicht zufrieden sein läßt, damit mit den „Wölfen zu heulen“. Wir erreichen einiges im Leben und sind doch unglücklich. Wir kommen an einem uns gesetzten Ziel an, um zu erkennen dass wir dort auch nicht hinwollten. Die Spielregeln auf diesem Planeten lauten Leistung bringen , es zu etwas bringen um dazu zu gehören. Die Bedürfnisse deines ICHs sind vielleicht aber, etwas ganz anderes.

Da tritt die Angst auf den Plan. Alles was du dir so schön aufgebaut hast, was aber nicht deinem ICH entspricht, wird zerstört, damit du spürst, all diese Dinge, wie Perfektionismus, Leistung für Anerkennung und Liebe sind nur oberflächlich. DAS ICH möchte um seiner Selbst geliebt werden, mit all seinen Macken, Leidenschaften und Vorlieben. Es möchte von DIR geliebt werden, es möchte dir zeigen, dass du niemand benötigst, der dich glücklich und zufrieden macht. DU brauchst nichts auf dieser Welt außer dich selbst und wenn du lernst mit DIR auszukommen und dich zu lieben, dann wirst du glücklich. Wenn du dich von den Spielregeln dieser Erde nicht erdrücken und in die Knie zwingen läßt sondern sie benutzt um deine Ziele zu erreichen und deinen Weg zu gehen, dann hast du es geschafft. Da wir nicht alleine auf dieser Welt sind, ist es gut zu wissen, wie ticken andere, welche Spielregeln gelten usw. Nutz sie für dich und nicht gegen DICH. Liebe auch deine negativen Gefühle, akzeptiere das sie zum Leben gehören und das man sie nicht mit Logik oder dem Kopf verarbeiten kann. Gefühle müssen heraus und gelebt werden. Das heißt ja nicht dass du jemanden eins auf die Mütze geben sollst, sondern Wege zu finden die dir helfen diese Energien abzuleiten, wie Sport oder andere körperliche Tätigkeiten kann ein erster Schritt sein. Mit dem zunehmenden Grad der Selbsterkenntnis wirst du lernen, dass Gefühle eigentlich dein bester Therapeut sind. Wenn man lernt sich anzusehen, warum man wütend, traurig, sauer oder sonst ein negatives (also für uns negativ meine ich) Gefühl hat, kommt man sich immer ein Stück näher. Dahinter stehen immer die Themen die noch nicht verarbeitet sind. Jeder von uns hat so Knöpfe, die andere Menschen drücken können und wir reagieren, wie eine Maschine. Unkontrolliert und oft wenig sinnvoll. Herauszufinden warum und was dahinter steckt ist eine spannende Aufgabe, wenn man bereit dazu ist. Was man so über sich lernt entspricht oft nicht dem Bild das wir gerne von uns haben würden, aber nur wenn du dich vollständig betrachtest und kennenlernst, wirst du der Meister deines Lebens und keiner kann mehr unkontrolliert Knöpfe bei dir drücken, wenn du es nicht willst. Mehr dazu im Kapitel über die Emotionen.

Was wir Betroffenen oft aber erstmal versuchen, ist die Trümmer die da vor uns liegen, wieder genauso aufzubauen wie sie waren. Oder wir nehmen jeden Stein in die Hand und legen ihn wieder in eine andere Ecke, auch so bauen wir kein neues Haus.

Funktionieren wird der Neubau nur, wenn man erkennt, dass man die Trümmer nicht mehr benötigt, zumindest nicht in der Form wie sie waren.

Ich gehe ja sehr viel alleine spazieren und laufe durch die Natur. Dabei kommt mit oft der Gedanke, dass die Natur eigentlich der beste Lehrer ist. Bei den Tieren gilt das Gesetz des Stärkeren. Jungtiere werden nach kurzer Zeit ins kalte Wasser geworfen und müssen sich dann den Herausforderungen des Lebens stellen. Entweder werden sie stärker und wachsen dadurch an ihren Herausforderungen oder sie überleben nicht. Es ist ja erwiesen, dass Hunde z.B. über die Jahre als Haustiere ihre natürlichen Instinkte und Fähigkeiten zum Großteil verlieren. Mit jedem Vermenschlichen lassen wir ein Stück des eigentlichen Wesens des Hundes sterben. In freier Wildbahn würden nur wenige „trotz Strasshalsband und warmen Mäntelchen“ überlegen.  Dasselbe gilt für Pflanzen. Schau dir mal Petersilie z.B. an die auf dem Küchenfenster steht und vergleiche sie mit derjenigen die draußen im Garten wächst. Diejenige die Wind und Wetter ausgesetzt ist, entwickelt sehr viel stärkere Stengel und wird viel robuster. Der Küchenpetersilie pfeift kein Wind umdie Ohren und sie bleibt schwach und anfällig und hat draußen in der harten Wirklichkeit keine Chance.  Denkt mal darüber nach, ob es nicht auch in eurem Leben immer so war, dass einem das Bewältigen von Herausforderungen, z.B. Trennungen, neuer Job vor dem man Angst hatte usw. immer ein Stück wachsen ließ. Ich kann mich noch an die Geburt meiner Tochter erinnern (das ganze Krankenhaus sicher auch) danach hatte ich echt das Gefühl, nun kann kommen was will in meinem Leben ich werde alles schaffen. Leider hält diese Euphorie nicht so lange an, wenn man sich nicht ständig weiteren Herausforderungen stellt und sich – seine Stärken und Schwächen- dabei selber besser kennenlernt.

Auf welchem Weg lernen wir unsere Stärken kennen?

Es beginnt schon damit, dass die meisten Kinder sehr behütet aufwachsen. Das rauhe Leben wird ferngehalten. Man bekommt öfter zu hören, lass das, das ist gefährlich als das man ermutigt wird, neue Dinge auszuprobieren und an seine Grenzen zu gehen. Unsere Kinder bekommen von dem frechen Nachbarjungen das Sandschippchen auf den Kopt und wir ziehen sie weg und sagen: Lass den bösen Jungen, mit dem spielen wir nicht, stimmts. Wenn dir dann später im Beruf eine die Sandschippe auf den Kopf haut, reagiert man genauso. Wir lernen nicht mehr uns mit Problemen zu konfrontieren und später wissen wir dann natürlich auch nicht wie das geht. Die Ferigkeit haben wir nie gelernt. Das zeigt sich auch daran, dass Kinder die aus schwierigeren Verhältnissen kommen, oft besser mit dem Leben zurechtkommen, zumindest wenn sie nicht auch abrutschen. Weiter geht’s in der Schule, nicht das Individuelle wird gefördert, Stärken herausgefunden, nein auch hier wird versucht jeden in eine Form zu pressen. Da wird so lange geklopft bis selbst ein Viereck durch das Dreieckige Loch geht. Ihr kennt sicher das Spiel für kleine Kinder, wo man verschiedene Formen in die entsprechenden Löcher stecken muss.  Jungs sollen stricken lernen und der natürliche Trieb sich auszutoben und zu messen wird unterdrückt. Wild sein, Kräfte messen usw. ist nicht gesellschaftsfähig und wird unterdrückt. Was natürlich dazu führt, dass es dann unkontrolliert an anderer Stelle ausgelebt wird. Darüber könnte ich glaube ich nochmal ein Buch schreiben.

Jetzt haben wir diese Erziehung genossen und können daran nichts mehr ändern. Trotzdem ist für mich jede Ursache einer Angststörung zum großen Teil darauf begründet, dass wir unsere  Stärken nicht kennen bzw. nie richtig entwickelt haben. Ist es nicht Wahnsinn, wieviel Leid wir lieber ertragen, weil wir Angst haben etwas zu verändern, Angst haben ob wir es alleine schaffen, Angst haben mal neue Wege zu gehen? Mach dir das nicht zum Vorwurf (du siehst ich kenne uns Perfektionisten und die Grausamkeit die wir gegen uns pflegen). Sei liebevoll und habe Verständnis für dein Verhalten. Wie hätte man anders werden können in dieser Welt bzw. mit dieser Gesellschaft. Aber du kannst es ändern, jederzeit, heute, jetzt….

Ganz wichtig ist dabei aber auch was ich mit Stärke meine. Es bedeutet nicht immer und überall der Sieger zu sein und sich zu behaupten. Mit Stärke meine ich auch, Herausforderungen angehen, auch Misserfolge annehmen, nicht daran verzweifeln, sondern sich überlegen warum und aus Fehlern lernen. Stärke bedeutet auch seine Schwächen kennen, seine Grenzen kennenlernen und dazu zu stehen. Wer bin ich und wie will ich leben? Diese Frage zu beantworten dazu zwingt uns die Angst. Das ist Mut. Sich selbst neu entdecken und die ganzen Programmierungen der Gesellschaft Schicht für Schicht aufzudeckenum dann die kleine Pflanze die dein ICH ist zu finden.

Nun hat man viele Jahre lang dafür gesorgt, dass wir ein gutes Mitglied der Gesellschaft werden. Immer mehr und immer effektiver wurde unser Ich verschüttet und begraben. Dieses Ich jetzt wieder zu finden, dann auch zu erkennen dauert oft genauso lange wie das Zuschütten, nämlich viele Jahre.

Also mach dir keinen Kopf wenn du auf dem Weg bist. Der ist lang und nur wenn man ein aufmerksamer Beobachter bleibt und sich wirklich kennenlernen will, wird man den Schatz den ich „Dein wahres ICH“ nenne finden. Eine Schatzkarte versuche ich dir mit diesem Buch an die Hand zu geben. Trotzdem muss mein Weg nicht deiner sein, bleibe also immer offen für deine Gefühle, den sie sind der beste Wegweiser.

Gehst du noch zum Arzt oder bist du schon in der „Scheiße“

Jede erste Panikattacke zieht immer eine Ärtzeodysee nach sich. Hilflos und verwirrt sucht man nach möglichen organischen Ursachen. Ich und psychisch krank? Nee bei mir läuft doch alles gut, stimmts? Diese Phase dauert je nach Sensibilität jedes Einzelnen für das süffisante Lächeln des Arztes nach der 20sten Untersuchung unterschiedlich lang. Natürlich klappert man auch alle Ärzte im machbaren Umfeld ab, bis man sich da auch so richtig blöd vorkommt. Wie gesagt die Schwelle ist da bei jedem anders, die einen merken es nach dem ersten „ich weiß nicht was sie wollen sie sind gesund“ die anderen brauchen da schon die härtere Tour. Leider liegt die folgende Diagnose „lassen sie sich mal einen Termin bei einem Psychologen geben“ der Ärzte dann weniger an der Angststörung die sie erkennen, sondern an dem Verhalten das wir an den Tag legen, indem wir uns zum hundersten Mal untersuchen lassen und immer noch glauben, die Geräte sind kaputt, der Arzt inkompetent usw. Klar das man da leicht eine psychische Störung vermuten kann. Aber hat da nicht einer erzählt, er hätte die gleichen Symptome gehabt und dann wurde etwas an der Schilddrüse festgestellt? Wurde die schon bei mir untersucht? Und so geht es weiter? Gut so.

Nun irgendwann bist du dann an einem Punkt wo du eigentlich immer noch an der Diagnose „gesund“ zweifelst, aber dich dann doch mal mit dem Thema „Angststörung und Panikattacken“ befasst.  ABER NUR weil dich der andere Weg nicht weiter gebracht hat. Deshalb ist diese Phase auch so wichtig und wenn du gerade mittendrin bist dann lass dich nicht entmutigen, mach dich nicht selber wieder fertig, weil du wieder mal einen neuen Versuch beim Arzt in Angriff nimmst. Glaub mir nur so bist du irgendwann offen für die nächste Phase. Die innere, eigene Erkenntnis, dass mein Vehalten mich in die Angst geführt hat ist Grundvoraussetzung für den Beginn des Weges aus der Angst. Diese innere Überzeugung kann dir niemand einreden, auch wenn er es noch so logisch begründet. DU musst selbst an den Punkt kommen und deshalb sind diese Phasen, wie gesagt so wichtig.

Die nächste Phase:

Die Phase des sich mit der Krankheit Angststörung näher auseinandersetzen. Man recherchiert im Internet nach Therapiemöglichkeiten, Psychologen und Anlaufstellen. Die Suche nach dem richtigen Psychologen gestaltet sich schon sehr schwierig. Ganz zu schweigen von den langen Wartezeiten fragt man sich doch auch sehr häufig, ob die nicht auch Hilfe bräuchten. Irgendwann hat man dann einen guten Therapeuten gefunden, der Vertrauen erweckt und erzählt eben alles was einem so einfällt. Die sitzen dann meist da und hören zu und manchmal fragt man sich, wartet der jetzt darauf dass ich selbst die Ursache finde? Aber deshalb bin ich doch beim Fachmann. Los auf jetzt erzähl mir was mein Problem ist und wie ich es wieder loswerde. Gib mir am besten ein Mittel um diesen Virus zu eliminieren, damit morgen wieder alles normal ist. Anfangs ist man noch motiviert und erhofft sich endlich eine Lösung. Nach und nach erkennt man dann, dass der Psychologe auch kein Allheilmittel hat. Er sagt was von es ist ein langer Weg, man muss in die Tiefe gehen usw. All das wollen wir aber nicht, das ist doch Quatsch. Das muss doch schneller gehen. Man probiert wirklich alles aus was so Hilfe verspricht, und findet sich dann manchmal bei Menschen wieder, das hätte man früher nicht geglaubt bzw. als Humbug abgetan. Aber aus der Not heraus probiert man alles aus, stimmts? Auch das ist gut und sinnvoll, weil man trotzdem immer mehr über sich lernt, wieder ein Puzzleteil gefunden hat und obwohl man all die Puzzleteile noch nicht zusammensetzen kann und manchmal vielleicht auch nicht annehmen will, sind sie im Unterbewußtsein gespeichert. In der späteren Phase dann wenn man dann beginnt den Weg zu verstehen und zu gehen, kommen sie wieder hoch und langsam ergibt sich ein Bild. Also auch hier keine Panik, wenn du mit all dem Wissen über dich und deine Verhaltensweisen erstmal nichts anfangen kannst, weil du nicht weiß wie du das jetzt lösen oder umsetzen kannst.

Manche machen auch gleich eine stationäre Therapie. Man erkennt einige falsche Verhaltensweisen und fühlt sich auch ganz wohl, weil man mit lauter Betroffenen zusammen ist , die alle Verständnis haben und wo man offen über alles erzählenkann. Man wird entlassen und ins kalte Wasser geschmissen. Mein normales Umfeld, Arbeitskollegen usw. wissen nichts über meine Angststörung, da ist kein Verständnis Man versucht Dinge aus der Therapie umzusetzen und vorbei ist es mit der Harmonie daheim. Wie lange hält man das aus, bevor man wieder in alte Muster verfällt, die wenigstens äußerlich eine gewisse Harmonie daheim garantieren. Das ist doch auch so wichtig für uns. Haben wir nicht schon Stress genug mit der Angst? Es ist ja auch so dass das Angehen der falschen Verhaltensweisen, also das Ändern von Mustern erstmal wieder Angst auslöst. Unbekannte Wege gehen, die man nicht kontrollieren kann, nee lieber dann doch nicht. Also ändert man das ein oder andere, aber man bleibt nicht wirklich dran und die Angst kommt wieder.  Allein die Tatsache, dass wir immer noch eine schnelle Lösung suchen, nicht wirklich offen und bereit sind, zu erkennen wie wir auch dazu beitragen, die Angst festzuhalten  führt dann zur nächsten Phase. DU erkennst das sehr gut, daran, dass du immer noch versuchst dir Dinge schön zu reden, viele Ausreden findest warum du so oder so nicht reagieren kannst und und und. Mich outen, nein das geht nicht, ich würde meinen Job verlieren! Mich trennen? Nein wie soll ich alleine klarkommen, wenn ich nicht arbeiten kann und außerdem ist mein Mann EIGENTLICH sehr nett und tut vieles für mich und und und (Kleiner Hinweis: im ersten Buch habe ich ja auch über meine Trennung geschrieben und der eine oder andere von euch hat das tatsächlich so verstanden, dass eine Trennung immer ein Teil der Lösung ist. Das ist natürlich Quatsch. Ich spreche nur öfter auch das Thema Trennung an, weil ich aus vielen mails von euch weiß, dass viele in einer Partnerschaft ausharren, die sie unglücklich macht. Wenn du glücklich in deiner Beziehung bist, dann musst du dich nicht trennen. ). Das kennen wir doch alle, stimmts? STOPP bevor du jetzt wieder beginnst dich selber fertig zu machen und dir einzureden, dass du nichts auf die Reihe bekommst – das ist normal, glaube mir. Man muss erst eine gewisse Leidensschwelle erreichen bevor ,man den nächsten Schritt macht und das ist auch wichtig, weil man nur dann wenn man selbst denkt das kleinere Übel ist die Veränderung, auch dazu bereit ist. Das hat nichts damit zu tun, dass du hilflos bist oder ein Verlierer. Meist ist es so dass die Zeit einfach noch nicht reif ist, weil es soo wwichtig ist dass man sich selbst dazu motivieren kann. Motivation ist das wichtigste um Veränderungen anzugehen, an sich zu glauben usw. Und wie werden wir motiviert?  JAAA durch negative Emotionen, durch Leid in unserem Fall. Je größer das Leid der Angststörung desto eher sind wir bereit etwas zu tun. Das ist der Ablauf des Lebens und der Sinn negativer Emotionen. Sie sind so wichtig und je eher man das erkennt und sich nicht dagegen wehrt, desto eher kann man diese Gefühle als Potenzial sehen und nicht als Strafe. Eine Bekannte von mir jammerte wirklich viele Jahre lang über ihre Beziehung, aber immer kamen Argumente, wie gemeinsames Haus, das Kind usw. was gegen eine Trennung sprach. Wobei hier oft natürlich die Angst vor dem Alleine klar kommen der eigentliche Grund ist. Alle redeten ihr zu den Schritt zu machen, weil sie so unglücklich war, jeder ,mit den besten Tipps und Argumenten, aber nichts. Dann nach Jahren war die Leidensschwelle so hoch bei ihr, dass all diese Argumente keine Rolle mehr spielten. Sie fand selbst mehr Gründe für eine Trennung als dagegen und das war der entscheidende Schritt es dann auch zu tun. Was ich sagen will ist einfach mach dich nicht fertig wenn du weißt du müßtest etwas verändern und steckst noch fest. Die Zeit ist vielleicht noch nicht reif, das Leid noch nicht größer als die Angst vor dem Schritt ins Unbekannte. Was solls, vertrau einfach darauf dass die Zeit kommen wird. DU musst die Motivation finden und DU musst die Entscheidung aus dir heraus treffen. NUR so ziehst du den Schritt auch mit großer Motivation durch und beginnst in Lösungen zu denken und nicht in Problemen. Unser größter Feind ist das wir negative Gefühle verdammen, wir wollen keine Krise und trotzdem ist das einfach der Weg den das Leben geht. Das sind die Spielregeln nach denen Leben und vorallem Weiterentwicklung funktioniert. Nicht das was uns die Gesellschaft vorgaukeln will, man hat ein Recht auf Glücklichsein und wenn man immer gut und angepasst ist. Irgendwann sind wir dann alle enttäuscht, weil wir merken so funktioniert das nicht. Da gibt es auch Menschen die augenscheinlich betrügen oder egoistisch sind und die sind glücklich. Wie kann das sein? So wurde uns das nicht beigebracht. Das Leben und man sieht es in der Natur ist ein Auf und Ab, ein Gehen und Werden. Im Sommer erblüht alles um dann wieder zu verfallen. Wenn ich nicht meine Stärken ausbaue habe ich wenig Chancen. Jeder ist seines Glückes Schmied ist eigentlich die Wahrheit. Es gibt viele böse Menschen und Dinge auf der Welt, weil es das eine ohne das Andere nun mal nicht gibt und wenn ich dieses Negative verleugne und nicht sehen will, lerne ich auch nie damit umzugehen und wenn ich ihm dann mal begegne bin ich hilflos. Ich kann mich darüber entsetzen dass ein Fuchs ein Huhn zerfleischt, aber der Fuchs würde das nicht verstehen, stimmts? Er kennt die Regeln des Überlebens und das ist Leben. Damit will ich nicht sagen, dass man egoistisch seinen Weg gehen soll, quasi über Leichen aber etwas mehr Egoismus und Durchsetzungskraft würde uns allen gut tun, weil man egal was jemand sagt, anderen Menschen nur Gutes tun kann oder Glück weitergeben kann, wenn man es selbst ist. Moralvorstellung, Prinzipien und solche Dinge machen die Menschen krank, weil man nicht sein ganzes ICH annehmen kann. Oder hast du nicht auch ein schlechtes Gewissen, wenn du mal Hass empfindest für deinen Mann oder das Kind, wenn du mal neidisch auf eine Freundin oder Freund bist usw. Dabei wäre es so wichtig, dass gerade nicht zu verdrängen,sondern sich anzusehen warum und es dann auch annehmen und lieben lernen, dass man eben so oder so geprägt ist. Das Streben nach dem Gutmensch macht uns alle krank. Das wir nicht beide Seiten des Lebens ansehen wollen, also auch das Schlechte oder vermeintlich schlechte, das ist der Haken. Wenn es nicht Menschen gäbe,die wir als schlechter bewerten als uns selbst,könnte man sich auch nicht besser fühlen, verstehst du? Wenn es keine Menschen gäbe die wir als dummer bewerten als uns selbst, dann wüßte man ja nicht seine eigene Intelligenz zu bewerten. Also alles hat seineBerechtigung auf der Welt und deshalb bringt es nichts alles zu verurteilen oder in Schubladen von Gut und Schlecht zu stecken. Die Regeln des Lebens sind wie ein Monopolyfeld und wir versuchen mit „Mensch-ärger-dich-nicht Figuren und Spielregeln darauf zu agieren. Du stehst dann irgendwann mit dem roten Männchen auf der Parkallee und wunderst dich das dir die Anderen nicht zu deinem Sieg gratulieren.. So funktioniert es nicht! Aber jetzt bin ich ja wirklich wieder weit vom eigentlichen Thema abgekommen, aber ich weiß ja wie super wir uns selbst runtermachen können, weil wir vielleicht nicht so perfekt sind wie wir sein wollenn. Man kann immer ein Bild nach außen projeziieren, wie man gerne gesehen werden will, aber seine eigenen Gedanken hört man doch und ist entsetzt. SO will man nicht sein, warum denkt man so usw. Lerne einfach diese negativen Gedanken und Seiten an dir anzunehmen und ihr Potenzial zu nutzen. Das ist übrigens auch der Grund für meine Wut-Methode aus dem Buch „Panikattacke sucht neuen Wirkungskreis“ Wut ist auch eine Emotion die dich bewegt etwas zu tun. Depression oder Opferhaltung nicht, da fühlt man sich machtlos. Wenn ich wütend bin lass ich Energie raus und das ist immer besser als das Gefühl nichts tun zu können und aufzugeben.

Kommen wir zur nächsten Phase: Das wirkliche Leiden. Wie gesagt, weil man nur so halbherzig versucht hat eine Lösung für die Angststörung zu finden kommt dann die Zeit wo man sich wirklich verkriecht. Man traut sich nichts mehr zu und fühlt sich hilflos. Natürlich erkennt man zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass man eigentlich nicht offen für den Weg aus der Angst war und deshalb die Therapie oft nicht so angeschlagen hat. Aber es ist so man setzt Erkenntnisse nur halbherzig um und vorallem stoppt man auf dem halben Weg, weil sich der Erfolg nicht so schnell einstellt wie man dachte. Dazu kommt natürlich noch, was ich oben beschrieben habe, man muss die Erkenntnis selber haben und nur weil ein Therapeut mir etwas sagt, muss ich das noch nicht übernehmen oder selbst genau so sehen. All diese Punkte führen dann dazu, dass man so in ein schwarzes tiefes Loch fällt, das einem immer mehr und mehr zu verschlingen droht. Das dauert je nach Leidensschwelle individuell unterschiedlich lang. Ich scheine echt ne hohe Leidensschwelle zu haben, da es bei mir viele Jahre gedauert hat. Ich wollte keine Therapie mehr machen, habe an nichts mehr geglaubt und war mir sicher für mich gibt’s keine Hilfe mehr. Ich muss mir ein Leben einrichten, dass es mir ermöglicht halbwegs klar zu kommen mit meinem Schicksal. Aber die Angst läßt einem ja nicht in Ruhe und stört dann auch daheim und je öfter du dich auf der Couch in Tränen aufgelöst und verzweifelt vorfindest, desto näher bist du dem Punkt wo du begreifst das der Weg aus der Angst gegangen werden muss ob du willst oder nicht, ob er dir zu lang undmühevoll erscheint oder nicht. Es gibt kein Entrinnen, wenn du wieder gesund werden willst. Du siehst auch hier wieder, wie deine Gefühle und deine Seele eigentlich sehr geschickt vorgehen, um dich Schritt für Schritt an den Punkt zu bringen etwas zu verändern, weil das Ziel ist ein glücklicherer Mensch zu sein. Ob du das willst oder nicht ist nicht die Frage. Genau wie wenn jemand eine andere Krankheit bekommt, keiner wird gefragt ob er das lernen möchte was er nun lernen muss.Mit allen 4 roten Mensch ärger dich Menschen auf der Parkalle zu stehen und zu denken man ist der Sieger weil man alle beisammen hat, wird im Spiel wie im Leben nur zum Stillstand führen.

Und dann irgendwann kommst du an den Punkt wo du reif und bereit bist, für den Weg. Ich schreibe dir das hier so ausführlich, weil ich natürlich weiß, egal in welcher Phase man sich gerade befindet, versteht man nicht warum und hat immer das Gefühl, es geht nicht weiter. Man ist in einer Sackgasse, man weiß nicht was man tun soll usw. Du siehst aber jetzt, hoffe ich zumindest, dass jede Phase ihre Berechtigung hat und schon der Beginn des Weges aus der Angst ist. Sieh es nicht als Stillstand und Ende es ist der Start zum Ziel.

Ich hoffe das es dir hilft, wenn du den Weg verstehst auch weniger verzweifelt zu sein, egal in welcher Phase du dich jetzt befindest. Da muss man durch. Je weniger man sich wehrt und je mehr du das einfach als Herausforderung annimmst umso leichter wird es. Alles ist gut wie es gerade ist, alles hat seinen Grund auch wenn ich es noch nicht verstehe. Lass das deine Motivation sein, auch wenn es manchmal schwer fällt.



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